Das TAO der Lebenskunst

»Hör auf etwas sein zu wollen, sondern sei, was du bist!«

12. Mai 2008

Ich doch nicht!

Kann es ein, dass wir erst dann zu uns selbst finden, wenn wir das »Unglaubliche« für uns selbst als Option, als eigenes Potential, als »kann-ich-auch-sein« erkennen?

Solange wir »das« Schlechte als Eigenes leugnen, grenzen wir es dann nicht von uns selbst ab und negieren wir damit die ersehnte Einheit des Seins?

Kann es sein, dass wir erst dann zur Einheit des Seins finden, wenn wir alles, und damit meine ich wirklich alles, nicht nur als möglich, sondern als Eigenes erfahren?

9. Mai 2008

Feindbilder und Schwächen

Wer bei einem Andren eine tatsächliche oder vermeintliche Schwäche feststellt, kann dies nur, wenn er sie kennt – wie könnte er sie sonst erkennen?

Dazu aber bedarf es der eigenen Erfahrung. Und darum zeigen immer drei Finger auf einen selbst, wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, sozusagen als Erinnerung an die identische eigene Schwäche.

Daher kommt es auch, dass wir bei anderen so hefig kritisieren, was wir bei uns selbst nicht wahrhaben wollen.

Eine Anmerkung zum Erwachen

Du hast diese Erfahrung. Dass sie für dich nur flüchtig ist, liegt nicht an der Erfahrung an sich, sondern an deiner Einstellung ihr gegenüber. Behaupte ich jetzt mal.

Ich hatte aus systemischen Aufstellungen die Erfahrung mitgenommen, in das Feld des Wissens (was ich damit meine interessiert jetzt nicht weiter) treten zu können. Ging ich aus dem Feld, sprich nach Hause, war ich nicht mehr drin.

Bis ich auf die Bemerkung stieß, dass wir, vor allem als Berater und Coaches, ja immer in diesem Feld sind. In dem Moment, ich dem ich mir dessen bewusst wurde, war da, was schon immer da war. Ich konnte es vorher nur nicht sehen.

Ich war schon immer im Feld. Hatte nasse Füße und schrie nach Wasser.

Ein Phänomen, das ja vor allem Maturana beschrieben hat: Wir können nicht sehen (auch nicht im Sinne von Wahrhaben), was wir uns nicht vorstellen können. Ich formuliere es so: Man muss es für sich in Anspruch nehmen.

Manchmal nur ein kleiner Schritt.

7. Mai 2008

Streben nach Vollendung

»Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.«
Matth. 5/48

Dieses Streben nach Vollkommenheit kann man so wenig willentlich erreichen oder herbeizwingen, wie man das Glücklichsein oder innere Gelassenheit nicht herbeizwingen kann.

Wenn der Impuls nicht in einem aufsteigt, dann passiert eben nichts; und wenn man es dann trotzdem bewerkstelligen, also erzwingen will, dann entstehen nur Krampf, Kampf und fehlende Authentizität.

Der Impuls, nach Vollendung zu streben, entsteht entweder aus Sehnsucht oder aus Einsicht.

29. April 2008

Ashes And Snow Videos



28. April 2008

Wozu kämpfen

Ed Parker sagt:

»Unsicherheit ist der einzige Grund, warum Menschen kämpfen; einer muss beweisen, dass er besser oder stärker ist als ein anderer. Der Mensch, der seiner selbst sicher ist, muss nichts mit Gewalt beweisen, deshalb kann er sich mit Würde und Stolz aus einem Kampf entfernen. Er ist der wahre Kampfkünstler - ein innerlich so starker Mensch, dass er es nicht nötig hat, seine Kraft zu demonstrieren.

Kernpunkt bei der Meisterung der Kampfkünste ist die Fähigkeit, sich eher einer körperlichen Auseinandersetzung zu entziehen, statt sie zu gewinnen. Aber du wirst mit erhobenem Kopf und Stolz in deiner Haltung gehen, weil du innerlich weißt, wie der Kampf ausgegangen wäre, wenn du ihn gewollt hättest.

Und diese Haltung der inneren Gewissheit ist es, die sich deinem Gegenüber mitteilt. Er wird erkennen, dass er nur knapp einer Niederlage entronnen ist.«

Das chinesische Wort für diese Art innerer Gewissheit ist Sai, was auch mit »Präsenz« übersetzt werden kann. Sai ist ein Nebenprodukt von Selbstvertrauen und ist in jeder Situation sofort erkennbar. Kampfkünstler, die sich ihrer Fähigkeiten sicher sind, besitzen sie, wenn sie mit bestimmten Situationen konfrontiert werden - wie auch jede andere Person, die ein Profi auf ihrem Gebiet ist, es ausstrahlt.
(Aus Der Weg der leeren Hand. Zen in der Kunst des Kampfes)

21. April 2008

Wir haben uns selbst verloren

Ashes and Snow

Diese Bilder zeigen uns, wie sehr wir "modernen" Menschen uns selbst verloren haben. Es wird Zeit, dass wir aufwachen und wieder zu uns selbst finden.

16. April 2008

Über andere schreiben

Kürzlich veröffentlichte jemand in einem Forum unter dem Titel "Ein etwas provokanter Denkansatz" diesen Gedanken:

WER
IMMER
IM GLEICHEN
TROTT
BLEIBT
IST
EIN
TROTTEL...


Genau! Ja! So ist es! waren die zustimmenden Zurufe.

Dabei ist es nur beschämend, wenn man andere abwertet, diffamiert oder herabwürdigt. Und dann beschlich mich der Gedanke: Machst du gerade nicht das Selbe?

Etwas Abwertendes über einen Anderen zu sagen? Also will ich es lassen. Ganz und gar.

Vielleicht hat ja der, der immer im gleichen Trott bleibt seinen Weg gefunden?

12. April 2008

Wandel

Unser Leben kann sich nur dann ändern, wenn wir bereit sind, uns in unserer Persönlichkeit zu entwickeln. Die Schwierigkeiten die wir haben, kommen nicht von außen »auf uns zu«, sondern sie sind das Resultat unseres Verhaltens und unserer Reaktionen auf die Ereignisse, die uns widerfahren.

Unsere Schwierigkeiten sind nichts anderes als unangemessenes Verhalten.

Weil die Menschen jedoch mit ihrer Persönlichkeit identifiziert sind und das Gefühl haben, »zu sterben« wenn sie sich in ihrer Persönlichkeit ändern würden, bleiben sie regelmäßig in diesen Situationen im wahrsten Sinn des Wortes stecken.

Sich ändern heißt, sich in seiner Persönlichkeit ändern, denn unsere Persönlichkeit ist der nichts anderes als das, was wir durch unser Verhalten darstellen.

Das Bedürfnis einzigartig und besonders zu sein hindert uns daran zu sein, was wir sein könnten und von unserem Wesen her bereits sind.

11. April 2008

Anfängergeist

Auf dem Weg bin ich, wenn diese leise Heiterkeit in mir ist, wie in dem Lied von Liebe und Tod, das ich gerade höre.

Doch wie leicht wähne ich mich dann auf dem Weg und vergesse, dass es eben nur der ein Schritt ist und schon der nächste getan werden will.

Erfüllt sein

Den Ton einer Glocke zu Ende hören bis in die ihm folgende Stille hinein. Ganz im Ton und der Stille weilen können, ohne dass dem eine Bewegung des Geistes folgt.

Persönlichkeit

Wahre Persönlichkeit ist Einsicht in das eigene Wesen und nicht der Versuch, einer Vorstellung von sich selbst gerecht zu werden.

7. April 2008

Erkenntnis

Um etwas zu erkennen, legen wir Gedanken und Ansichten wie Pfeile auf die Wahrheit an und schießen sie mittels unseres Verstandes, unserer Gefühle und unseres Bewusstseins in Richtung Wahrheit, immer wieder, bis wir zunehmend ins Schwarze treffen und zu verstehen und zu wissen beginnen.

In der wahren Erkenntnis aber, die ich Bewusstheit nenne, werden wir selbst zu Gedanken, Ansicht, Verstand, Gefühl, Bewusstsein und Wahrheit - alles verschmilzt zu dem einem Zustand von unmittelbarem Wissen, in dem es keinen Zweifel und keinen Glauben, nur tiefes Wissen gibt.

Ein Wissen, das sich nicht in Worte fassen lässt, allenfalls in einer Metapher beschreiben lässt, die nie die Wahrheit sein kann, sondern eben immer nur eine Gleichnis.

Und auch das ist nur eine Metapher ...

6. April 2008

Wer will das schon wissen?

Die Welt ist etwas ganz anderes, als wir uns das vorstellen. Materie gibt es nicht wirklich, nur Geist. Sagen die Quantenphysiker.

Die Wirklichkeit und die Realität, die wir zu erleben glauben, ist nicht »wirklich« und nicht «real«, sondern eine gesellschaftliche Konstruktion. Sagen die Wissenschaftssoziologen.

Die Persönlichkeit, das »Ich«, als das wir uns erleben, ist eine Illusion. Sagen die Bewusstseinsforscher.

Wir erleben uns in der Welt als etwas Eigenständiges, als für uns existierend, getrennt von allem anderen. Tatsächlich eine vollkommen irrige Vorstellung, denn alles ist das in sich differenzierte Eine. Sagen die Biologen.

Der freie Wille ist eine Illusion, tatsächlich sind wir Gefangene unserer verstellten Wahrnehmungen, Konditionierungen, Identifizierungen und mentalen Modell. Sagen die Neurologen.

Ihr schlaft einen tiefen Schlaf, ihr seid nicht wach und nicht bewusst und wacht erst in eurer Todesstunde auf. Wacht endlich auf, solange ihr noch lebt! Sagen die Weisen dieser Welt.

Der Geist ist alles. Was du denkst, das bist du. Sagt der Buddha.

Aber wer will das schon wissen?

5. April 2008

Spirituelle Wahrheiten

Ständig streiten sich die Menschen, wer denn nun im Besitz der Wahrheit sei, statt dass sie erkennen, dass es nur eine gibt und sie sie gemeinsam suchen würden.

So wie die beiden Wanderer, die sich trafen, der eine auf der Suche nach dem Stein der Weisen, der andere auf der Suche nach sich selbst. nachdem sie sich eine Weile besonnen hatten, gingen sie gemeinsam weiter, den selben Weg.

4. April 2008

Es ist möglich! Und - es ist so einfach!

Ich stöbere immer wieder mal in dem einen oder anderen Forum, meist lesend, manchmal schreibend.

Als ich beim Durchstöbern meines PC auf eine im Video von und mit Video Krishnamurti mit dem Titel »You are the world« stieß, stellte ich den Link dazu zusammen mit diesem Text in ein Forum ein:

»You are the world! Human beeing ist the whole. He is the world and world is him.«

Eine, wie ich finde, »zielführende« Antwort auf die Fragen unserer Zeit. Ein Appell, sich zu besinnen und wesentlich zu sein.


Erst einmal geschah eine ganze Weile nichts. Ich war schon fast ein wenig frustriert, dass sich niemand für den Text und für das, was ich damit sagen wollte, zu interessieren schien. Doch dann geschah etwas sehr Erstaunliches: Es meldeten sich einige Wenige, ohne große Worte, die weitere Links und Gedanken beisteuerte.

Die Beiträge waren sehr, sehr anders als alles andere, was sonst in diesem Forum geschrieben wurde. Es war, als hätten alle in einem Moment verstanden, worum es geht und was richtig und angemessen ist, zu tun.

Vier kleine Worte: »You are the World!« verändern uns, verändern die Welt, verbinden was vorher getrennt war, versöhnen, was gegeneinander stand.

Vier Worte, die Stille, Tiefe, Verbundenheit, Gelassenheit und Frieden auslösen.

Keine Diskussionen, kein »ich-weiß-was«, kein richtig und kein falsch, keine Vorhaltungen sondern Mitgehen, Wertschätzung statt Überheblichkeit, Offenheit statt Durchsetzungswillen.

Vier Worte, die alles sagen, was es zu sagen gibt. Vier Worte, die die uns die Antwort auf alle unsere Fragen geben, die uns sagen, was zu tun ist. Vier Worte, die uns unsere Sehnsucht beantworten und uns den Weg zeigen in die Zukunft, die wir uns wünschen.

Vier Worte aber auch, die einen das »du musst, du solltest etc.« nicht sagen lassen, nicht mal denken lassen. Vier Worte, die mir sagen, was ich tun muss, nicht die anderen, sondern ich.

Vier Worte, bei denen keiner mehr über Liebe oder Verbundenheit schreibt und meint erklären zu müssen was das ist oder wie es geht, einfach weil Verbundenheit ist und Liebe ist. Ohne große Worte, einfach so.

Vier Worte, die mich zuversichtlich machen und die mir ohne etwas besonderes, ohne viele Worte Menschen nahe bringt.

Vier Worte, in denen sich alle meine Sorgen, meine Befürchtungen und Ängste auflösen.

Vier Worte, die mir meinen Weg zeigen. Vier Worte, die mir sagen was Bedeutung hat in meinem Leben. Vier Worte, die wesentlich sind.

Sehen Sie selbst: Ein Song und das Interview mit Krishnamurti:



Es ist wirklich nicht schwer

Immer wieder begegnen mir Menschen, die der Ansicht sind, der Weg der Bewusstheit sei »schwer«. Das ist er natürlich nicht.

Es ist der innere Widerstand, der den Weg schwer erscheinen lässt, der innere Widerstand, der zu überwinden versucht wird – statt dass auf die darin liegende Botschaft geachtet wird.

Stattdessen wird lieber den wohlfeilen Erklärungen geglaubt, die das Ego so freundlich anbietet und die sich so gut anfühlen, kann man damit doch im alten, lieb gewonnenen Muster bleiben. Warum wohl?

Diese Frage muss sich jeder beantworten, der sagt »Es ist schwer«.

3. April 2008

DAS

Wenn man die personale Wahrnehmung überschreitet, ob in der Meditation oder in einem stillen Moment des Alltags, diesseits aller Gedanken und Gefühle, dann geschieht das Selbstgefühl unendlichen Bewusstseins.

Lassen wir es genau so geschehen, wie es geschieht. Es ist einfach das, was es ist. Es ist nicht DAS. Wenn daraus gemacht wird "du bist oder das ist DAS", dann ist Interpretation passiert. Und damit bist du mitten im Konzept. Das ist im Grunde eine einfache Wahrheit, aber wer in der Interpretation lebt, kann das nicht sehen.

2. April 2008

Zur inneren Ruhe kommen

Solange wir nicht zur inneren Ruhe gekommen sind, ist es nicht klug, etwas zu tun. Dann hat unser Handeln keine Kraft und keine Tiefe, es bleibt an der Oberfläche und wir verpassen das Eigentliche.

Wenn dich etwas beschäftigt, halte daher inne und warte ab, welche Impulse in dir aufsteigen. Das Wichtige ist, sie nicht auszuführen. Das kostet manchmal Überwindung.

Doch irgendwann kommst du, an den Punkt, wo du in den meisten Fällen merkst, das ist gar nichts, was zu sagen oder zu tun wäre. Das, was dann wirklich noch zu sagen und zu tun übrig bleibt, das ist wesentlich.

Wissen um Ordnung ist Weisheit, ihr zu folgen in Demut ist Liebe.

Der Weg zu sich selbst

Mensch-Sein kann man nicht befehlen,
so wie man Menschlichkeit nicht anordnen kann.

Man kann auch keinen dazu bringen,
er oder sie selbst zu sein,
das muss jeder selber wollen.

Aber wozu klagen?

Denn das ist das Spiel des Kosmos,
das ist die dem Leben innewohnende Aufgabe,
sich selbst zu erkennen in allem was ist.

Frei sein

Frei sein heißt,
die eigene Bedeutung im Leben
unabhängig von der Vorstellung wie man sein sollte
und unabhängig von den Meinungen anderer zu erkennen;
ohne dabei die Welt zu ignorieren,
sondern im Gegenteil mit ihr fließend
das Eigene verwirklichen.

Das nenne ich frei sein.

31. März 2008

Worte

Ich denke, das Beste ist, die Menschen beim Wort zu nehmen.

Das ist mein Streben: Beim Wort genommen werden zu können.

Schließlich sind meine Worte ja mein existent gewordenes, im Außen sichtbares, Ich.

30. März 2008

Autogenes Tai Chi Qi Gong

28. März 2008

Heiligenbilder

Ich schätze den XIV Dalai Lama sehr ob seiner Weisheit und seines tiefen Verständnisses um die Zusammenhänge und Dynamiken des Seins.

Umso mehr bekümmert es mich, wie er von so vielen Menschen wie ein Heiligenbild benutzt wird.

Man kann es in romantisch-spiritueller Verliebtheit und voller Sehnsucht anbeten, als ob damit schon alles getan wäre, was zu tun möglich ist.

Viele Menschen beten so zu den Heiligen, statt dass sie deren Weg als Vorbild für den eigenen Lebensweg und das eigene Menschsein erkennen.

27. März 2008

Gedanken über den Tod

Der Tod verliert da seinen Schecken, wo wir unser Bewusstsein, unsere Wahrnehmung, unser Denken, unsere Emotionen und Gefühle, unser Wollen und unseren Körper als Phänomene und nicht als etwas Beständiges begreifen.

Wenn die sogenannten Skandhas nicht beständig sind und nur Erscheinungen und daher unser wahres Wesen nicht sein können, dann erlöschen diese Erscheinungen im Tod, nicht aber das, was »ich« bin. Das ich muss in Anführungszeichen stehen, weil im Tod die Persönlichkeit erlischt, nicht aber die numinose Wesenheit, die kein »Ich« ist oder hat.

In unserem alltäglichen Schlaf erfahren wir ein wenig über diesen Zustand, nur dass da das Wirken der Phänomene mit- und untereinander noch vorhanden ist, aber eben nicht wie im Zustand des Wach-Seins.

Nicht der Tod sollte uns schrecken, sondern die Frage, ob wir unserem Leben gerecht werden, denn das ist die einzige Sünde die es für mich gibt, sein wahres Wesen im Leben zu verleugnen und nicht zu leben.

Victor Frankl, der Ausschwitz überlebt hat, hat in seinem Buch »Trotzdem ja zum Leben« am Ende in einer Bühnengeschichte genau dies beschrieben.

Es ist der Lebensauftrag, in jedem Moment des eigenen Seins dem Menschsein gerecht zu werden.

Tibet

Viele Menschen beschäftigt in diesen Tagen die Frage, was man angesichts der derzeitigen Situation in Tibet tun kann. Eine gute Gelegenheit, das von Gandhi überlieferte Zitat

»Du musst die Veränderung sein, die du dir wünschst für die Welt!«

in Erinnerung zu rufen. Sich in der Meditation in diesen Gedanken zu vertiefen und ihn zum

»Ich bin die Veränderung, die ich mir wünsche für die Welt.«

werden zu lassen ist dazu ein wichtiger Beitrag. Darauf zu meditieren lässt uns erfahren, was in unserem Leben zu tun ist.

26. März 2008

Think!!

25. März 2008

Erkennen und Erfahren

Erkennen ist ein mentaler, geistiger Vorgang, das Erkannte auch zu erfahren ist nichts was geschieht, sondern ein im Numinosen Sein, ohne Wollen, ohne Anspruch.

Diese tiefe Erkenntnis ist nur möglich jenseits des Ich aus der unverstellten Existenz heraus.

17. März 2008

Wissen, was andere denken

Immer wieder drängt sich mir die Frage auf, warum Menschen glauben wissen zu können, warum andere das tun, was sie eben tun. Weil das eigene Verhalten an diesem »Wissen« ausgerichtet wird, wird es grundsätzlich als gerechtfertigt angesehen und nicht in Frage gestellt. Das ist wie mit den Gefühlen: Wer nicht in der Lage ist, die eigenen Gefühle als Emotionen und subjektiven Ausdruck der eigenen Persönlichkeit zu erkennen und zu hinterfragen, ihnen stattdessen den Status von objektiver Wahrheit und Gültigkeit gibt, der hält sein Verhalten für gerechtfertigt, wo es das überhaupt nicht ist.

Solche Menschen fällt es auch sehr schwer sich in einem Gespräch darauf zu konzentrieren, was tatsächlich geschehen ist. Statt über Feststelbares, das berühmte wer? was? wo? wie? wann? ohne die verhängnisvolle, weil stets irreführende Frage nach dem warum zu stellen, wird über die eigenen Ansichten und Meinungen gesprochen, als wären sie wahr.

15. März 2008

Den Spuren Jesu, den Spuren Buddhas folgen

Dass viele Menschen in Jesus vor allen Dingen den Sohn Gottes und in Buddha vor allen Dingen den Erwachten und im einen wie im anderen nicht (auch) den Menschen sehen entlastet sie, von der Lebens-Aufgabe, ihrem Lebens-Weg zu folgen.

14. März 2008

Konstruktivismus

Spricht man über Konstruktivismus, Gesellschaft und Wirklichkeit stellt sich die Frage,

ob man über die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit oder über die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit spricht - ein elementarer Unterschied.

12. März 2008

Hier stehe ich und kann nicht anders!

Was für ein Satz!

Auch wenn er nur eine Legende ist: Wer wagt heute in unserer Welt voller Beliebigkeiten noch so zu denken oder sich gar so zu verhalten!

8. März 2008

Die eigene Messlatte

Es sind unsere eigenen Worte, an denen wir uns messen und messen lassen müssen.

Nachdenkliches II

Heute früh beim Frühstück hat mir meine Frau erzählt, dass man den Saubermann und Hardlinern Schill beim Koxen erwischte oder sogar fotografiert haben soll. Dabei ist mir gleich ein weiterer Saubermann eingefallen, Kanther, und ich fragte mich, was diese Menschen im Außen bekämpfen, deren sie im Inneren nicht Herr werden.

Gestern ging mir die ganze Zeit der Satz durch den Kopf »solange man noch etwas bekämpft, ist man nicht wirklich auf dem Weg«. »Auf dem Weg zu sein« bedeutet für mich vor allen Dingen darum zu wissen, dass nichts ohne Ursache ist, dass alles bedingt und das alles miteinander verbunden ist.

Dieser Gedanke hat sich über Nacht in diesem Gedanken »verwandelt«:

»Wenn wir in unserem Leben nachhaltig etwas verändern wollen, wenn wir wahrhaftig und wesentlich leben wollen, wenn die Welt so sein soll, wie wir sie uns erhoffen und erträumen, dann müssen wir aufhören, die Welt oder Andere verändern zu wollen.

Stattdessen müssen wir selbst wahrhaftig und wesentlich sein. Dazu müssen wir erkennen, wer oder was wir als Menschen sind und wir müssen zu unserem innersten Wesen zurückfinden, jenseits von romantischer oder spiritueller Verklärung.«

Denn, das ist meine innerste Überzeugung, nur dann können wir Menschen wirklich verstehen. Nur, wer sich selbst gefunden hat, wer sich selbst erkannt hat, kann auch einen anderen wahrhaftig erkennen.

Nachdenkliches I

7. März 2008

Schuld

Schuld erfahren wir nur da, wo wir mit unseren Handlungen nicht im Einklang sind. Schuld gibt es nicht, wir erfahren es aber als Schuld, wenn wir unser Tun nicht verantworten und vor uns selbst als Eigenes leugnen.

Oft hat dies auch etwas damit zu tun, dass wir die ganze Dynamik des Lebens nicht verstehen, und vor allem nicht, warum wir tun, was wir tun.

Sein, was man ist

Wenn wir einmal innehalten und uns in der Meditation in uns selbst versenken, etwa mit dem Gedanken "ich bin", dann mache wir immer wieder die Erfahrung, dass wir vollständig, ganz und heil sind. Es ist, als ob nichts mehr uns hindern könnte.

Da ist nichts, was wir werden könnten. Doch das darf uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir sein müssen, was wir sind, erst dann sind wir auch im Außen, was wir im Innen schon immer sind, waren und sein werden.

27. Februar 2008

Über die Leere

Aus der Beobachtung, die wir in den Meditationen machen, aus der Beobachtung des Kommens und Gehens unserer Gedanken, genauso wie aus dem Bewusstsein, dass jeder Kreationen eine scheinbar aus dem »Nichts« kommende Idee vorausgeht, erkennen wir, dass jegliche Form der Leere entspringt. Dies ist zu Beginn ein Erkennen und noch keine unmittelbare Erfahrung. Die ist uns erst dann möglich, wenn wir das Gefühl der inneren Leere zu lassen, was uns überkommt, wenn wir einen Moment nicht beschäftigt sind.

Um dieses Gefühl der inneren Leere nicht wahrnehmen müssen, tun Menschen viel: Sie beschäftigen sich mit sinnlosen Dingen, machen irgendetwas, Hauptsache sie tun etwas, schauen zu viel fern oder trinken zu viel Alkohol.

Es ist dieses Gefühl der inneren Leere, die Menschen leicht daran hindert, die Leere zu erfahren, aus der alles kommt und wohin alles zurückkehrt. Beides ist nicht das Selbe und auch nicht das Gleiche. Die innere Leere entsteht aus dem Bedürfnis unseres herum schwirrenden Geistes, mit etwas beschäftigt zu werden.

Den ursprünglichen Zustand und Ursprung des Seins, der traditionell mit Leere bezeichnet wird, können wir mit unserem Alltagsbewusstsein nicht wahrnehmen, weil er sich dem Zugang durch unsere übliche Wahrnehmung entzieht, eben, weil die Leere formlos ist. Die Folge ist, dass leicht die eine Leere mit der anderen Leere verwechselt wird, obwohl diese beiden »Zustände« nicht unterschiedlicher sein könnten: Die »Leere«, aus der alles entsteht, ist die Fülle des Lebens selbst, das Gefühl der inneren Leere hingegen, das viele Menschen erleben wenn sie nichts tun, ist nichts anderes als die Substanz eines nicht wahrhaftigen Lebens.

Darum fällt es vielen Menschen so schwer, sich auf die formlose Leere des Kosmos einzulassen, bedeutet dies doch, zuerst das Gefühl der inneren Leere zuzulassen und wahrzunehmen.

26. Februar 2008

Wenn alles aus der Leere heraus entsteht ...

Die Vorstellung, dass das Leben nicht lebenswert sei, wenn alles, was ist, aus der Leere, dem Nichts heraus geschieht, kann nur der haben, der sich selbst, also die eigene Existenz, als mit der Geburt beginnend und dem Tod endend erlebt.

Er sucht und braucht den personalen Gott, zu dem er sich in Bezug setzen kann und der seinem Leben Sinn verleiht.

Wenn aber alles was existiert aus der formlosen Leere heraus entstanden ist, dorthin zurückkehrt und wieder neu entsteht, so bedeutet das eben nicht, dass das Existierende unbedeutend wäre, vielmehr ist es die Materialisation, die Sichtbarwerdung des Absoluten. Es ist für den am Irdischen und in der eigenen Existenz verhafteten Menschen schwer zu erkennen, dass das Absolute nichts Jenseitiges ist, sondern er selbst der (fleisch-)gewordene absolute Geist.

In der Meditation machen wir immer wieder die Erfahrung, dass Stück für Stück die weltlichen Dinge von uns abfallen, bis scheinbar nichts mehr bleibt. Und doch ist dieses Nichts alles. Wenn der leise Klang der Glocke uns auf das Ende der Meditation hinweist und sich der Geist wieder im Außen zu orientieren beginnt, erleben wir immer wieder, wie unsere Realität und Wirklichkeit und unsere gesamte Existenz langsam wieder in Erscheinung tritt, sich wieder materialisiert und von Neuem zu existieren beginnt und wieder real wird.

Wenn ich mir vorstelle, keine eigenständige, aus sich selbst heraus existierende Persönlichkeit zu sein, wenn alles, auch ich, aus der Leere heraus entstanden ist, dann stellt sich die Frage nach dem Sinn, den mein Leben dann (noch) hat, nur dann, wenn ich noch in der Vorstellung eines personalen »Ich« verhaftet bin.

Habe ich mich aber ganz aus dieser Vorstellung heraus gelöst, dann erkenne ich, dass das Gute, Schöne und Wahre nicht nur existiert, sondern in mir und durch mich in die Welt gebracht wird. Ein schon fast wieder berauschender Gedanke von unendlicher Weite und Kraft, darum braucht es Demut, einen solchen Gedanken leben zu können um sich nicht wieder in ichhaften Vorstellungen zu verlieren.

20. Februar 2008

Ich hab da mal einen Frage

Das immanente Prinzip alles Lebendigen ist ja die Fähigkeit zur Selbstorganisation und Autopoesie.

Meine Frage: Kann es sein, dass wir vieles als Zufall bezeichnen, was in Wirklichkeit Selbstorganisation, also Lernen ist?

Und kann es sein, dass wir manches als Wandel oder Entwicklung bezeichnen, was tatsächlich auch "nur" Selbstorganisation und Lernen ist?

Kann es sein, dass Selbstorganisation das einzige grundlegende Prinzip des Lebendigen ist und alles andere nur Deutungen?

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